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Solidarische Bauwirtschaft ...eine Idee zieht Kreise 


Zum monatlichen offenen Treff des Vereins Regionalgenial Zollernalb e.V. trafen
sich am Montag Abend ein Dutzend Interessierte im Wartesaal des Balinger
Bahnhofs.

Klemens Jakob berichtete über seine Idee des autarken OwnHomes, das
seinen BewohnerInnen mit eigener Kleinkläranlage, besonderer Technik und
Solarmodulen komplette Autonomie verleiht und dennoch nur eine Grundfläche von
18 qm hat. „Das Konzept funktioniert“, sagt Klemens Jakob, der seit fast zwei
Jahren dieses Experiment lebt. „Wir wissen doch eigentlich, dass der
Lebensstil, den wir hier pflegen, absolut nicht zukunftsfähig ist. Wir sollten
nur so viel Fläche und Ressourcen für uns beanspruchen, wie wir wirklich
brauchen.“ Die Idee, wie das geht und ein gutes Leben in einem gemütlichen
selbstgebauten Haus möglich ist, möchte Klemens Jakob verbreiten. „Es gibt
immer mehr Menschen, die sich Gedanken machen, ob unser stetig auf Wachstum
ausgerichtetes Wirtschaftssystem alternativlos ist. Diese Menschen wollen wir
bei Regionalgenial vernetzen und gemeinsam Ideen entwickeln, wie es anders
gehen kann. Vielleicht sogar erstmal bei uns selbst.“ Dazu hat sich innerhalb
des Vereins im November 2018 die Initiative „Solidarische Bauwirtschaft“
gegründet. Hier können sich Mitglieder gegenseitig unterstützen, auf das
Konzept des OwnHomes zugreifen, Werkzeuge für einen Selbstbau ausleihen,
Fachleute um Rat fragen oder sich zusammenfinden, um gemeinsame Wohnprojekte zu
realisieren. Klemens Jakob hat für sein OwnHome einen erschwinglichen,
kompletten Bausatz entwickelt, für den er sicherlich ein Patent anmelden und es
gut verkaufen könnte. Die Entscheidung, dieses Wissen und seine Erfahrung
einfach so weiterzugeben, gehört zum Gedanken der Solidarischen Bauwirtschaft
dazu. Und den Erfahrungsschatz zu nutzen ist sicher eine gute Entscheidung für
alle Interessierten, denn einfach in den eigenen Garten bauen, darf man ein
OwnHome nicht. „Es bedeutet bürokratischen Aufwand und benötigt immer erst die
Genehmigung der zuständigen Gemeinde“, erklärt Klemens Jakob. Das Abkoppeln von
kommunalen Versorgungsleitungen wie Wasser und Abwasser muss natürlich auch
genau untersucht und kritisch hinterfragt werden, wie die Diskussion im
Wartesaal zeigte. Doch sind einige Kommunen schon jetzt bereit, Bauflächen für
alternative Wohnprojekte auszuweisen. Dass darüber auch kontrovers diskutiert
wird schadet nichts, wie Klemens Jakob meint. „Denn wenn es Diskussionen gibt,
machen sich viel mehr Leute eigene Gedanken."

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An diesem Abend will die lateinamerikanische Kultband Grupo Sal,zusammen mit Alberto Acosta und Niko Paech eine [...]
Datum :  22 09 2019
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